Marktforschungsergebnisse müssen so aufbereitet werden, dass die Beteiligten ihre Bedeutung und ihre Grenzen nachvollziehen können. Eine Präsentation sollte deshalb die Forschungsfrage, die verwendeten Daten und die daraus abgeleiteten Empfehlungen verbinden.
Wer Marktforschungsdaten präsentiert, muss erklären, was die Ergebnisse für die anstehende Entscheidung bedeuten. Prüfen Sie zuerst die Auswertung und ihre Grenzen. Mit Presenti können Sie anschließend geprüfte Ergebnisse in einen Folienentwurf übertragen.


Teil 1: Ergebnisse mit der Forschungsfrage verbinden
Data Storytelling verbindet Ergebnisse mit dem Kontext einer Entscheidung. Wenn etwa die gemessene Kundenzufriedenheit in einer Region sinkt, sollte der Bericht zeigen, wer befragt wurde, wie die Messung erfolgte und welche Vergleichsdaten vorliegen.
Welche Folgen daraus für das nächste Quartal entstehen könnten, ist eine weitere Frage. Trennen Sie beobachtete Veränderungen von Erklärungsversuchen und Prognosen, statt sie zu einer scheinbar sicheren Geschichte zu verbinden.
Zeigen Sie im Hauptteil die Ergebnisse, die für die Forschungsfrage relevant sind. Methoden, weitere Variablen und Detailtabellen können in den Anhang, sofern zentrale Einschränkungen auch im Hauptteil erkennbar bleiben.
Effektive Datenvisualisierung reduziert die Komplexität auf das Wesentliche, ohne die Integrität der Daten zu verletzen. Es geht darum, Muster erkennbar zu machen, die in einer Excel-Tabelle verborgen bleiben würden. Ein gut erzähltes Daten-Narrativ führt den Entscheider von der Beobachtung über die Analyse bis hin zur konkreten Handlungsempfehlung.
Teil 2: Diagramme lesbar und angemessen gestalten
Wählen Sie den Diagrammtyp nach der Frage: Vergleichen Sie Kategorien, zeigen Sie eine zeitliche Entwicklung oder untersuchen Sie einen Zusammenhang? Eine Infografik kann den Kontext ergänzen, darf aber Größenverhältnisse nicht verzerren.
Heben Sie relevante Werte mit einer konsistent verwendeten Farbe hervor und ergänzen Sie eine klare Beschriftung. Achsen, Einheiten und Legenden müssen auch im vorgesehenen Präsentationsformat lesbar bleiben.
Viele Kategorien sind in einem Kreisdiagramm schwer zu vergleichen; häufig eignet sich dafür ein Balkendiagramm besser. Prüfen Sie unabhängig vom Tool, ob Skalierung, Beschriftung und Auswahl der Daten einen angemessenen Vergleich ermöglichen.
Nennen Sie bei Prozentangaben die Bezugsgröße und unterscheiden Sie Prozent von Prozentpunkten. Bildsymbole oder Flächen sollten Werte nicht unbeabsichtigt vergrößern oder verkleinern.
Fiktives Rechenbeispiel: In einer ersten Befragung wählen 120 von 200 Personen eine Antwort, in einer zweiten 140 von 200. Das sind 60 % und 70 %. Der Unterschied beträgt 10 Prozentpunkte; relativ zum Ausgangswert von 60 % sind es rund 16,7 %. Die Aussage „10 % mehr“ wäre ohne nähere Erklärung missverständlich.
Für eine Folie können zwei gleich skalierte Balken mit 60 % und 70 % genügen. Nennen Sie jeweils die 200 Befragten und den Erhebungszeitpunkt. Ob sich daraus eine belastbare Veränderung ableiten lässt, hängt unter anderem von Stichprobenauswahl, Erhebungsmethode und Vergleichbarkeit der Gruppen ab; die Rechnung allein beantwortet diese Frage nicht.
Teil 3: Marktforschung visualisieren mit Presenti
Presenti kann aus einem freigegebenen Ergebnisbericht einen Folienentwurf erstellen. Die Auswahl und Auswertung der Daten sowie die Prüfung der Diagramme bleiben eigenständige Aufgaben.

Analyseergebnisse für die Präsentation aufbereiten
Fassen Sie für den Entwurf die Forschungsfrage, das wichtigste Ergebnis und dessen Grenzen zusammen. Geben Sie vor, welche Entscheidung diskutiert werden soll.
Geprüfte Erkenntnisse in Kernaussagen übersetzen
Ermitteln Sie relevante Unterschiede und Trends in Ihrem Analysewerkzeug. Übernehmen Sie die geprüften Ergebnisse mit Datenquelle, Zeitraum und Einschränkungen in Ihre Gliederung. Presenti kann daraus einen Text- und Folienentwurf erstellen, führt damit aber keine nachgewiesene statistische Prüfung durch.
Diagrammtyp und Beschriftung prüfen
Wählen Sie einen passenden Diagrammtyp und prüfen Sie Daten, Achsen, Legende und Einheiten. Lassen Sie bei Bedarf mehr Platz für Beschriftungen, statt diese zu verkleinern. Kontrollieren Sie das Diagramm auf dem vorgesehenen Bildschirm.
Erstellung komplexer Infografiken
Eine Infografik kann beispielsweise die Stationen einer Customer Journey oder die Merkmale von Segmenten zeigen. Legen Sie die Beziehungen anhand Ihrer Auswertung fest und prüfen Sie anschließend, ob Symbole, Pfeile und Beschriftungen diese korrekt wiedergeben.
Teil 4: In 4 Schritten vom Datensatz zur Strategie-Präsentation
Der folgende Ablauf beginnt mit einer geprüften Auswertung. Planen Sie Zeit für den Abgleich des Entwurfs mit den Quellen und die fachliche Freigabe ein.
Schritt 1: Import Ihrer Marktforschungsdaten
Bereiten Sie einen freigegebenen Ergebnisbericht vor, nicht einfach den ungeprüften Rohdatensatz. Der Bericht sollte die Forschungsfrage, die verwendeten Kennzahlen, ihre Bezugsgrößen und die Grenzen der Auswertung enthalten.

Verarbeitung verschiedener Datenformate
Bereiten Sie einen freigegebenen Ergebnisbericht als Text oder unterstützte Datei vor. Word- und PDF-Import sind kostenpflichtig. Übernehmen Sie Zahlen aus der geprüften Auswertung und vergleichen Sie sie nach der Generierung mit der Quelle.
Integration externer Quellen und Benchmarks
Ergänzen Sie externe Quellen nur, wenn Erhebungsmethode, Zeitraum und Zielgruppe für den Vergleich geeignet sind. Halten Sie die Fundstelle fest und erklären Sie Unterschiede zwischen Ihrer Erhebung und dem Benchmark.
Schritt 2: Definition des Narrativs und der Struktur
Lassen Sie eine Gliederung vorschlagen und prüfen Sie die Argumentationsfolge: Forschungsfrage, Methode, Ergebnis, Grenzen, mögliche Konsequenzen. Eine überzeugend formulierte Reihenfolge ist noch kein Beleg für einen kausalen Zusammenhang.
Für das Rechenbeispiel wäre „Unsere Kampagne hat die Zustimmung gesteigert“ ohne weitere Untersuchung zu weitgehend. Eine passende Folienüberschrift lautet zunächst: „Zustimmung in der zweiten Befragung: 70 % statt 60 %“. Darunter stehen Methode und Vergleichsgrenzen. Erst die Diskussion klärt, ob weitere Daten benötigt werden und welche Entscheidung die vorhandenen Ergebnisse tragen.

Schritt 3: Automatisierte Visualisierung und Branding-Check
Passen Sie die vorgeschlagene Gestaltung an Ihre Daten und die vorhandenen Markenvorgaben an.

Einheitliche Datenvisualisierung im Firmendesign
Verwenden Sie die freigegebenen Farben, Schriften und Logos Ihres Unternehmens. Prüfen Sie, ob Beschriftungen, Einheiten und Farben in allen Diagrammen gleich verwendet werden.
Layout-Harmonisierung und Weißraum-Management
Geben Sie dem zentralen Diagramm ausreichend Platz. Kürzen Sie erläuternden Text, ohne Stichprobe, Zeitraum oder wichtige Einschränkungen zu verstecken.
Schritt 4: Finalisierung und Zielgruppen-Anpassung
Nutzen Sie den Editor, um spezifische Handlungsempfehlungen hinzuzufügen. Die KI unterstützt Sie dabei, die Tonalität der Texte für die jeweilige Zielgruppe anzupassen – sei es eine eher technische Sprache für Fachabteilungen oder eine ergebnisorientierte Sprache für das C-Level.

Teil 5: Entscheidungen mit ihren Unsicherheiten diskutieren
Eine Datenpräsentation sollte eine begründete Diskussion ermöglichen. Zeigen Sie, welche Schlussfolgerungen die Daten stützen und welche Fragen noch offen sind.
Machen Sie auch widersprüchliche Ergebnisse sichtbar. Transparente Quellen und Annahmen erleichtern es, Einwände zu prüfen und gegebenenfalls weitere Untersuchungen zu planen.
Formulieren Sie zum Schluss eine konkrete Entscheidung oder einen nächsten Analyseschritt. Eine klare Darstellung kann dabei helfen, ersetzt aber nicht die Abwägung von Unsicherheit, Kosten und Alternativen.
Fragen & Antworten
Welche Aufgabe hat Data Storytelling?
Data Storytelling kann erläutern, warum ein Ergebnis für eine Frage relevant ist. Die Erzählung muss den Daten folgen und darf wichtige Einschränkungen nicht ausblenden.
Q2: Wie sicher sind meine sensiblen Marktforschungsdaten bei Presenti?
Laden Sie vertrauliche Berichte nur hoch, wenn der Dienst für diese Daten in Ihrem Unternehmen freigegeben ist. Klären Sie vorher die vertraglichen Bedingungen, Zugriffsrechte und Anforderungen an die Datenverarbeitung.
Q3: Kann Presenti auch sehr komplexe statistische Zusammenhänge visualisieren?
Die statistische Auswertung gehört in ein dafür geeignetes Analysewerkzeug. Verwenden Sie Presenti für den Folienentwurf und prüfen Sie selbst, ob ein Diagramm den untersuchten Zusammenhang und seine Grenzen korrekt darstellt.
Q4: Muss ich ein Datenexperte oder Grafikdesigner sein, um Presenti zu bedienen?
Sie können für Gestaltung und Gliederung mit einer Vorlage beginnen. Zur fachlichen Prüfung komplexer Ergebnisse benötigen Sie jedoch die passende statistische Expertise. Lassen Sie unklare Aussagen vor der Präsentation prüfen.
Fazit
Wählen Sie für Ihre nächste Präsentation eine konkrete Forschungsfrage und die dazugehörigen geprüften Ergebnisse. Stellen Sie Datenquelle, Aussage und Einschränkungen verständlich dar und schließen Sie mit der Entscheidung, die Sie diskutieren möchten.