Wissenschaftliche Präsentationen müssen erklären, welche Frage untersucht wird, wie die Untersuchung erfolgt und was sich aus den Ergebnissen ableiten lässt. Für ein Fördergespräch, einen Konferenzvortrag und ein Seminar setzen Sie dabei unterschiedliche Schwerpunkte.
Die Herausforderung besteht darin, Inhalte zu kürzen, ohne wichtige Voraussetzungen und Unsicherheiten zu verlieren. Berücksichtigen Sie das Vorwissen des Publikums und erläutern Sie Fachbegriffe, die außerhalb Ihres Spezialgebiets nicht selbstverständlich sind.
Presenti kann aus vorbereiteten Inhalten einen ersten Folienentwurf erstellen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie ihn für Forschungsförderung, Konferenzen und Lehre nutzen und anschließend fachlich prüfen. Für die Lehre ergänzt die Anleitung zu Bildungspräsentationen die Auswahl von Lernzielen, passenden Aufgaben und fachlich geprüften Beispielen.

Teil 1: Inhalte an Publikum und Anlass anpassen
Wer lange an einem Thema arbeitet, setzt leicht Wissen voraus, das dem Publikum fehlt. Formulieren Sie deshalb zuerst die Forschungsfrage und ihre Bedeutung, bevor Sie Details der Methode erläutern.
Bei einem Fördergespräch sollte die Präsentation auf die Kriterien des Programms eingehen. Zeigen Sie Erkenntnisziel, Vorgehen, Machbarkeit und benötigte Ressourcen. Umfang und Aufbau richten sich nach den Vorgaben des Fördergebers.
Für einen Konferenzbeitrag wählen Sie die Ergebnisse aus, die zur Fragestellung des Vortrags passen. Ein Poster muss zusätzlich aus der vorgesehenen Entfernung lesbar sein und einen nachvollziehbaren Einstieg bieten.
Kürzen Sie Erläuterungen gezielt, lassen Sie aber entscheidende Bedingungen und Grenzen sichtbar. Ein verständliches Diagramm unterstützt die Diskussion; es belegt für sich genommen noch nicht die Gültigkeit einer Schlussfolgerung.

Teil 2: Ein Forschungsvorhaben im Fördergespräch erklären
Wenn ein Förderverfahren eine mündliche Präsentation vorsieht, orientieren Sie sich an dessen Bewertungskriterien. Die Folien sollten die Argumentation des Antrags erklären und Rückfragen zu Methode, Arbeitsplan und Ressourcen ermöglichen.
Eine mögliche Reihenfolge lautet: Forschungslücke, Fragestellung, Vorgehen, erwarteter Beitrag und Umsetzung. Unterscheiden Sie bereits erzielte Ergebnisse von Hypothesen und geplanten Arbeiten.
Ein KI-Entwurf kann alternative Gliederungen oder kürzere Formulierungen vorschlagen. Vergleichen Sie diese mit dem Antrag und prüfen Sie, ob wichtige Einschränkungen oder Begründungen entfallen sind.
Nutzen Sie freigegebene Vorlagen und vorhandene Abbildungen. So können Sie sich bei der Überarbeitung auf offene Fragen konzentrieren, etwa Datenzugang, Zeitplanung oder Abhängigkeiten zwischen Arbeitspaketen. Steht eine Abschlussverteidigung an, helfen die Gestaltungsbeispiele für Abschlusspräsentationen bei der Auswahl einer Vorlage für Ihre Fachinhalte.
Teil 3: Wissenschaftliche Inhalte mit Presenti aufbereiten
Presenti unterstützt die Erstellung von Folien aus einem Thema oder vorhandenen Inhalten. Es ersetzt weder die Analyse von Forschungsdaten noch die wissenschaftliche Prüfung von Aussagen.

Funktionen für die zielgerichtete wissenschaftliche Präsentation
Die folgenden Einsatzmöglichkeiten betreffen die Aufbereitung bereits geprüfter Inhalte.
Didaktische Reduktion und KI-Strukturierung
Nutzen Sie freigegebene Manuskriptausschnitte oder Notizen, um einen Aufbau vorzuschlagen. Word- und PDF-Import erfordern einen kostenpflichtigen Plan. Prüfen Sie anschließend, ob Forschungsfrage, Methode, Ergebnisse und Einschränkungen korrekt wiedergegeben werden.
Poster-Inhalte vorbereiten und das Druckformat prüfen
Für ein Poster können Sie zunächst Überschriften und Inhalte in einem Präsentationsentwurf ordnen. Ein druckfertiges Poster benötigt jedoch die vorgegebenen Abmessungen, geeignete Auflösung und eine eigene Layoutprüfung. Übertragen Sie die Inhalte bei Bedarf in ein dafür geeignetes Programm.
Referatsthemen und Lehrinhalte eingrenzen
Für ein Seminar können Sie ein abgegrenztes Thema, Lernziele und das Vorwissen der Studierenden vorgeben. Prüfen Sie vorgeschlagene Referatsthemen auf Umfang und Literaturgrundlage. Ergänzen Sie Aufgaben, an denen die Studierenden Aussagen selbst nachvollziehen oder diskutieren können.
Teil 4: In 3 Schritten von der Forschungsnotiz zum Vortrag
Die folgenden drei Schritte verbinden die Erstellung eines Entwurfs mit fachlicher und gestalterischer Prüfung.
Schritt 1: Datensammlung und KI-gestützter Import
Sammeln Sie die freigegebenen Ergebnisse in einem unterstützten Textdokument. Importieren Sie den Bericht und vergleichen Sie die vorgeschlagene Gliederung mit Ihrer Forschungsfrage und den vorhandenen Belegen.

Schritt 2: Gestaltung an die Vorgaben Ihrer Einrichtung anpassen
Prüfen Sie die Vorgaben Ihrer Einrichtung, des Fördergebers und der Veranstaltung. Dazu können Logos, Förderhinweise und Regeln für Abbildungen oder Quellenangaben gehören.
Integration von Corporate Identity und Fach-Standards
Ergänzen Sie die freigegebenen Logos und Gestaltungsvorgaben Ihrer Einrichtung. Prüfen Sie außerdem, welche Kennzeichnungen der Fördergeber verlangt. Ein Layoutvorschlag ersetzt diese Vorgaben nicht.
Schritt 3: Präsentation und weiterführende Materialien teilen
Für die Weitergabe können Sie einen Präsentationslink nutzen oder mit einem kostenpflichtigen Plan PPTX beziehungsweise PDF exportieren. Prüfen Sie die Zugriffsrechte. Ein separat erstellter QR-Code kann auf freigegebene Literatur, Datensätze oder Kontaktinformationen verweisen; testen Sie das Ziel vor der Veranstaltung.

Teil 5: Ergebnisse und Darstellung vor der Veröffentlichung prüfen
Legen Sie für die Endkontrolle den Entwurf neben die freigegebenen Quellen. Vergleichen Sie Zahlen, Einheiten, Stichprobengrößen, Beschriftungen und Zitate. Prüfen Sie besonders, ob Aussagen zur Unsicherheit oder zum Geltungsbereich erhalten geblieben sind.
Üben Sie den Vortrag mit den vorgesehenen Folien und bereiten Sie ergänzende Informationen für Rückfragen vor. Bei einem Poster prüfen Sie zusätzlich Schriftgrößen und Abbildungen in der tatsächlichen Druckgröße.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1: Ersetzt die KI die notwendige fachliche Tiefe meiner Forschung?
Nein. Sie verantworten Fragestellung, Methode, Interpretation und Quellen. KI-Vorschläge können fehlerhaft sein oder notwendige Einschränkungen weglassen; vergleichen Sie den Entwurf deshalb mit Ihren geprüften Unterlagen.
Q2: Kann ich Presenti für die Vorbereitung von Referatsthemen in der Lehre nutzen?
Ja. Geben Sie Lernziel, Zielgruppe und Themenumfang an und lassen Sie Gliederungen vorschlagen. Prüfen Sie danach die Fachbegriffe, Literaturangaben und den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben.
Q3: Unterstützt das Tool auch die spezifischen Formate für Posterpräsentationen?
Prüfen Sie zunächst die Formatvorgaben der Konferenz und die verfügbaren Seitengrößen und Exportformate im Editor. Einen Präsentationsentwurf können Sie zur Strukturierung der Inhalte nutzen; ein druckfertiges wissenschaftliches Poster erfordert eine gesonderte Prüfung von Abmessungen, Auflösung und Lesbarkeit.
Q4: Wie sicher sind meine sensiblen Forschungsdaten bei der Nutzung von KI?
Laden Sie unveröffentlichte Forschungsergebnisse und vertrauliche Antragsdaten nur hoch, wenn die Nutzung des Dienstes für diese Inhalte freigegeben ist. Klären Sie Zugriffsrechte und die geltenden Datenschutzbedingungen vorab.
Fazit
Eine wissenschaftliche Präsentation muss nachvollziehbar machen, was untersucht wurde und welche Schlussfolgerungen die Belege tragen. Nutzen Sie KI für den Entwurf, behalten Sie Unsicherheiten sichtbar und bereiten Sie die Quellen für Rückfragen vor.
Starten Sie mit einem freigegebenen Forschungstext und erstellen Sie einen ersten Folienentwurf. Prüfen Sie anschließend die fachlichen Aussagen, Quellen und Abbildungen.