Ein KI-Präsentationstool kann aus einem Thema, einer Gliederung oder geeigneten Unterlagen einen ersten Foliensatz erstellen. Für den Unterricht ist entscheidend, welche Lernziele die Folien unterstützen und was die Lernenden damit tun sollen.

Lehrkräfte prüfen den Entwurf fachlich und passen Sprache, Beispiele und Aufgaben an die Lerngruppe an. Eine automatisch gestaltete Folie ist dadurch noch nicht didaktisch geeignet.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

Die folgenden Abschnitte erläutern Vorbereitung, Gestaltung und Prüfung. Vier Beispiele zeigen mögliche Aktivitäten in Mathematik, Biologie, Betriebswirtschaftslehre und Geisteswissenschaften.

Die Aktivitäten sind Unterrichtsideen, keine Zusage, dass ein bestimmtes Präsentationstool alle interaktiven Funktionen automatisch erzeugt.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

Beginnen Sie mit dem Vorwissen der Lerngruppe. Legen Sie fest, welche Begriffe erklärt, welche Zusammenhänge gezeigt und welche Fähigkeiten geübt werden sollen.

Erstellen Sie dazu eine kurze Gliederung und wählen Sie Quellen, die Sie fachlich beurteilen können.

Bildungspräsentationen mit KI erstellen: Beispiele und Vorgehen

1. Unterrichtsfolien mit KI vorbereiten

KI-Präsentationstools erstellen aus Eingaben Vorschläge für Inhalt und Gestaltung. Diese können als Arbeitsgrundlage für Unterrichtsfolien dienen.

Prüfen Sie, ob vorgeschlagene Bilder und Diagramme den Lerngegenstand korrekt wiedergeben. Ein anschauliches Motiv kann trotzdem falsche Details enthalten.

  • Den ersten Aufbau vorbereiten: Lassen Sie eine Gliederung oder Formulierungsvarianten vorschlagen und entscheiden Sie, welche davon für die Unterrichtseinheit geeignet sind.

    Planen Sie neben der Erstellung auch die fachliche Prüfung und die Ausarbeitung der Aufgaben ein.

  • Einheitlich gestalten: Verwenden Sie wiederkehrende Überschriften, Farben und Beschriftungen. Prüfen Sie, ob die Inhalte trotz unterschiedlicher Folientypen gut lesbar bleiben.

  • Mit dem Lehrplan abgleichen: Geben Sie die relevanten Lernziele vor und vergleichen Sie den Entwurf mit den Vorgaben für Ihr Fach. Eine automatische Übereinstimmung mit nationalen oder schulinternen Lehrplänen ist nicht vorausgesetzt.

    Passen Sie Aufgaben und Beispiele selbst an den Unterrichtsstand an.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

1.1. Von der Eingabe zum geprüften Entwurf

Für die Arbeit mit einem Foliengenerator sind drei Schritte besonders wichtig:

  1. Ausgangsinformationen: Geben Sie Thema, Vorwissen, Lernziel und geeignete Quellen vor. Benennen Sie außerdem die verfügbare Zeit und die gewünschte Unterrichtsaktivität.

  2. Entwurf: Lassen Sie Texte und Gestaltung vorschlagen. Wählen Sie Abbildungen danach aus, was sie erklären sollen.

  3. Prüfung: Kontrollieren Sie fachliche Richtigkeit, Sprache und Aufgaben. Testen Sie, ob die Lernenden mit den Informationen tatsächlich die geplante Frage beantworten können.

2. Gestaltung und Aktivitäten auf das Lernziel abstimmen

Prüfen Sie beim Überarbeiten des Entwurfs insbesondere Darstellung, Aufgaben und Zugänglichkeit.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

2.1. Visuelles Design und kognitive Entlastung

Platzieren Sie Erklärungen nahe bei der zugehörigen Abbildung. Wenn Lernende erst zwischen mehreren weit auseinanderliegenden Bereichen suchen müssen, kann der Zusammenhang schwer erkennbar sein.

  • Eine klare Aufgabe: Zeigen Sie auf jeder Folie die Informationen, die für den jeweiligen Erklärungsschritt gebraucht werden. Ausführliche Erläuterungen können Sie mündlich geben oder als Begleitmaterial bereitstellen.

  • Geeignete Abbildungen: Wählen Sie fachlich richtige Bilder oder Diagramme und prüfen Sie deren Nutzungsbedingungen.

    Zeigen Sie einen komplexen Ablauf schrittweise und beschriften Sie die relevanten Teile. Eine Infografik sollte den Zusammenhang erläutern, nicht nur Text dekorativ ersetzen.

  • Zugänglichkeit: Prüfen Sie Textkontrast, Schriftgröße und Bildbeschreibungen. Ergänzen Sie für Audio oder Video passende Alternativen. Automatische Gestaltung gewährleistet keine Zugänglichkeit für alle Lernenden.

2.2. Aufgaben, Medien und Beteiligung

Planen Sie eine Aktivität dort, wo sie das Lernziel unterstützt. Eine Frage, eine kurze Aufgabe oder eine Diskussion kann auch ohne zusätzliche Software funktionieren.

  • Videos und Simulationen: Wählen Sie fachlich geeignete Materialien und testen Sie ihre Wiedergabe. Eine externe Simulation lässt sich bei Bedarf separat öffnen; prüfen Sie Verbindung und Zugriff im Klassenraum. Für die gemeinsame Planung von Text, Bildern, Audio und Video hilft die Anleitung für Multimedia-Präsentationen; prüfen Sie jedes Medium auch im tatsächlichen Vortragsformat.

  • Fragen und Abstimmungen: Lassen Sie Lernende eine Antwort begründen. Für digitale Rückmeldungen können Sie ein separates Quiz- oder Umfragetool verwenden. Besprechen Sie danach auch, warum eine Antwort nicht passt.

  • Daten vergleichen: Stellen Sie mehrere berechnete Szenarien gegenüber oder nutzen Sie eine geeignete Tabellenkalkulation. Ein Foliensatz mit Diagrammen ist nicht automatisch ein interaktives Rechenmodell.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

3. Vier Unterrichtsbeispiele

Die folgenden Beispiele zeigen, wie Sie den Entwurf mit einem KI-Präsentationstool für unterschiedliche Fächer vorbereiten können. Die Lehrkraft legt Aufgaben, Material und Auswertung fest.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

3.1. Elementare Mathematik (Grundschule)

Für die Grundschule können wenige gut erkennbare Objekte einen Rechenschritt veranschaulichen. Verwenden Sie dieselben Symbole und Größen, damit nicht die Gestaltung vom Zählen ablenkt.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien
  • Gruppen bilden: Zeigen Sie zehn Äpfel und lassen Sie jeweils zwei zusammenfassen. Fragen Sie, wie viele Gruppen entstehen, und verbinden Sie die fünf Gruppen mit der Rechnung 10 ÷ 2 = 5. Die Zuordnung kann mit Karten, mündlich oder in einem geeigneten interaktiven Werkzeug erfolgen.

  • Übertragen: Geben Sie anschließend ein ähnliches Beispiel mit Spielzeug oder anderen Gegenständen. Lassen Sie die Lernenden erklären, was gleich bleibt und was sich ändert.

3.2. Biologie in der Oberstufe

In der Oberstufe können Folien helfen, eine biologische Struktur oder einen Prozess schrittweise zu untersuchen. Verwenden Sie fachlich geprüfte Abbildungen und klare Beschriftungen.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien
  • Zellstruktur erklären: Zeigen Sie ein geeignetes Zellmodell und lassen Sie Organellen benennen und ihren Aufgaben zuordnen. Falls Sie ein externes 3D-Modell nutzen, prüfen Sie dessen fachliche Darstellung und Bedienung.

  • Hypothesen prüfen: Lassen Sie bei einem genetischen Kreuzungsschema zuerst ein Ergebnis vorhersagen und anschließend berechnen oder mit einem geeigneten Simulationswerkzeug vergleichen. Der Folienentwurf enthält Aufgabe und Auswertungsfragen.

  • Forschung einordnen: Wählen Sie eine aktuelle, geeignete Quelle selbst aus. Fassen Sie Fragestellung, Methode und Ergebnis zusammen und kennzeichnen Sie Grenzen der Untersuchung.

3.3. Betriebswirtschaftslehre auf Hochschulebene

In einem betriebswirtschaftlichen Kurs auf Hochschulebene kann ein KI-Präsentationstool verwendet werden, um komplexe Marketingstrategien, Finanzanalysen oder ethische Fallstudien zu vermitteln.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien
  • Eine Fallstudie bearbeiten: Geben Sie einen Datensatz mit Zeitraum und Quelle vor. Lassen Sie Kennzahlen berechnen und alternative Entscheidungen begründen. Kennzeichnen Sie fiktive Zahlen als Übungsdaten.

  • Ein Dilemma diskutieren: Stellen Sie einen konkreten Zielkonflikt mit mehreren Handlungsoptionen vor. Lassen Sie die Studierenden zunächst entscheiden und danach ihre Kriterien vergleichen. Eine Abstimmung kann per Handzeichen oder mit einem Zusatztool erfolgen.

3.4. Geisteswissenschaften: Geschichte und Literatur

Auch in den Geisteswissenschaften zeigt sich die Stärke des KI-Präsentationstools bei der Kontextualisierung von Informationen.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien
  • Ereignisse einordnen: Zeigen Sie eine Zeitleiste und eine passende historische Karte. Lassen Sie die Lernenden erklären, welche zeitlichen oder räumlichen Zusammenhänge daraus hervorgehen und welche nicht.

  • Originalquellen verwenden: Beziehen Sie Archivbilder und Karten aus nachvollziehbaren Beständen und nennen Sie Herkunft und Datum. Ein KI-generiertes Bild ist keine historische Quelle und muss als Illustration erkennbar bleiben.

  • Beziehungen darstellen: Lassen Sie Figuren, Themen oder literarische Strömungen in einer Begriffsübersicht verbinden. Jede Verbindung sollte mit einer Textstelle oder einem nachvollziehbaren Argument begründet werden.

4. Entwürfe fachlich und praktisch prüfen

Der KI-Präsentationstool ist ein Hilfsmittel, kein Ersatz für pädagogisches Fachwissen. Der effektive Einsatz erfordert eine strategische Kollaboration zwischen dem Lehrenden und dem KI-Präsentationstool.

4.1. Die Rolle der Lehrkraft im KI-gestützten Unterricht

  • Feinabstimmung des Inhalts: Passen Sie den Entwurf an die Lernziele der Klasse an. Prüfen Sie Fachbegriffe, Erklärungen und Aufgaben anhand geeigneter Quellen.

  • Didaktische Anpassung: Die Lehrkraft sollte die Präsentation nutzen, um Diskussionen anzuregen und nicht, um sie zu ersetzen. Die vom KI-Präsentationstool erstellten Folien dienen als Sprungbrett für tiefergehende Fragen, Debatten und kritische Analyse.

  • Individualisierung: Der KI-Präsentationstool kann Lehrkräften helfen, schnell verschiedene Versionen einer Präsentation für unterschiedliche Lernniveaus (Differenzierung) oder spezielle Bedürfnisse zu erstellen.

Beispiel zu KI-gestützten Unterrichtsfolien

4.2. Ethische und praktische Überlegungen bei der Implementierung

Die Integration eines KI-Präsentationstools wirft auch Fragen auf, die beachtet werden müssen, um eine verantwortungsvolle Technologieintegration zu gewährleisten.

  • Material und Rechte: Prüfen Sie Quellen, Nutzungsbedingungen und erforderliche Angaben für verwendete Medien. Eine Quellenangabe allein ersetzt keine gegebenenfalls erforderliche Nutzungserlaubnis.

  • Kritische Medienkompetenz: Lassen Sie Lernende eine KI-Aussage mit einer geeigneten Quelle vergleichen. Besprechen Sie, woran sie einen Fehler, eine unbelegte Behauptung oder eine fehlende Einschränkung erkennen können.

  • Bereitstellung: Prüfen Sie das benötigte Dateiformat und den Zugang über die verwendete Lernplattform. Ein Dateiupload oder Freigabelink ist nicht dasselbe wie eine direkte technische Integration.

Fazit: Am Lernziel prüfen

Mit Presenti AI können Sie einen ersten Foliensatz vorbereiten und anschließend bearbeiten. Wählen Sie die Inhalte nach dem Lernziel und ergänzen Sie passende Aufgaben.

Prüfen Sie nach der Unterrichtseinheit, welche Erklärungen funktioniert haben und an welchen Stellen Fragen offenblieben.

Überarbeiten Sie daraufhin Beispiele, Aufgaben und Reihenfolge. Behalten Sie die Teile bei, die den Lernenden bei der Anwendung geholfen haben.

Wenn Sie zusätzliche Medien oder digitale Werkzeuge einsetzen, testen Sie deren Nutzen für die konkrete Aufgabe.

Entscheidend ist, was die Lernenden mit dem Material verstehen und anwenden können. Bewerten Sie den Entwurf deshalb an diesen Ergebnissen.