Eine Entscheidungsmatrix in einer Präsentation sollte Ihre Empfehlung erklären, nicht nur die Zeile mit der höchsten Punktzahl hervorheben. Das Publikum muss den Zielkonflikt, die Annahmen hinter den Bewertungen und die Bedingungen verstehen, unter denen Sie anders entscheiden würden.
Prüfen Sie zuerst die Berechnungen. Anschließend können Sie Ihre geprüften Notizen mit Presenti in einen Folienentwurf umwandeln. Die Bewertungsmatrix bleibt in der Arbeitsdatei: Ein generierter Foliensatz ersetzt keine Bewertung der Optionen.

Wann eine gewichtete Entscheidungsmatrix sinnvoll ist
Die Methode eignet sich, wenn mehrere umsetzbare Optionen dieselbe Frage beantworten und mehrere Kriterien wichtig sind. Ein Beispiel: Wie soll ein Team eingehende Serviceanfragen bearbeiten? Weniger hilfreich ist die Matrix, wenn die Optionen unterschiedliche Probleme lösen oder noch keine ausreichende Grundlage für Bewertungen vorliegt.
Die Anleitung der ASQ zur Entscheidungsmatrix beschreibt die Bewertung anhand gewichteter Kriterien, einheitliche Skalenrichtungen und die anschließende Diskussion der Ergebnisse. Die höchste Summe unterstützt diese Diskussion; sie entscheidet nicht automatisch.
Eine gewichtete Matrix ist etwas anderes als ein Vier-Quadranten-Diagramm. Das Diagramm ordnet Elemente entlang zweier Achsen ein. Die Matrix führt mehrere klar definierte Kriterien zusammen. Beide Darstellungen machen aus Einschätzungen nicht allein durch ihre Form objektive Tatsachen.
Muss-Kriterien von Präferenzen trennen
Prüfen Sie vor der Gewichtung die Anforderungen, die jede zulässige Option erfüllen muss. Eine komfortable Bedienung kann weder eine verletzte Sicherheitsanforderung noch einen verfehlten, unverrückbaren Termin ausgleichen.
Im folgenden fiktiven Beispiel verlangt das Team eine freigegebene Datenverarbeitung und eine Bereitstellung innerhalb von zwölf Wochen. Alle drei Optionen haben diese Prüfungen bestanden. Eine ungeklärte Anforderung würde als „Zulässigkeit noch offen“ markiert, nicht mit einer niedrigen Punktzahl verrechnet.
Danach gewichten Sie Aufgabenabdeckung, Kostengünstigkeit, Bereitstellungsgeschwindigkeit und Wartungsfreundlichkeit. Einigen Sie sich darauf, bevor Sie die Gesamtergebnisse betrachten. Sonst lassen sich die Gewichte leicht so lange verschieben, bis die ohnehin bevorzugte Option gewinnt.
Rechenbeispiel: drei Optionen, vier Kriterien
Das Team vergleicht die Erweiterung des vorhandenen Systems (A), die Einführung eines extern gehosteten Systems (B) und eine Eigenentwicklung (C). Alle Optionen betreffen denselben Prozess für Serviceanfragen. Die Zahlen dienen nur der Erklärung; sie sind weder Kundenergebnisse von Presenti noch Bewertungen realer Anbieter.
Verwenden Sie eine Skala von 1 bis 5, auf der eine höhere Bewertung immer günstiger ist. „Kostengünstigkeit“ bedeutet hier niedrigere Ausgaben, „Wartungsfreundlichkeit“ weniger wiederkehrende Arbeitsstunden. Vermeiden Sie eine unklare Spaltenbezeichnung wie „Kosten“, wenn dadurch versehentlich höhere Ausgaben mehr Punkte erhalten.
| Kriterium | Gewicht | A | B | C |
|---|---|---|---|---|
| Abdeckung | 40 % | 3 | 5 | 4 |
| Kostengünstigkeit | 25 % | 5 | 3 | 2 |
| Tempo | 20 % | 5 | 3 | 2 |
| Wartung | 15 % | 3 | 4 | 2 |
| Gewichtete Summe von 5 | 100 % | 3,90 | 3,95 | 2,80 |
Multiplizieren Sie jede Bewertung mit ihrem Gewicht und addieren Sie die vier Beiträge. Für B ergibt sich: (5 × 0,40) + (3 × 0,25) + (3 × 0,20) + (4 × 0,15) = 3,95. In einer Tabellenkalkulation können Sie die Gewichte als Prozentwerte eingeben und SUMMENPRODUKT auf die zusammengehörigen Bereiche anwenden. Bereits als Prozentwert eingegebene Zellen werden nicht nochmals mit 100 multipliziert.
B liegt nur 0,05 Punkte vor A. Das ist ein kleiner Unterschied auf dieser Fünf-Punkte-Skala, kein Konfidenzniveau von 95 %, keine Erfolgswahrscheinlichkeit und kein Beweis dafür, dass B immer besser ist. Aussagekräftig ist der konkrete Unterschied: B deckt mehr Aufgaben ab; A ist günstiger und schneller verfügbar.
Die Bewertungen nachvollziehbar machen
Halten Sie die Bewertungsregeln neben der Arbeitsmatrix fest. Für dieses Beispiel gelten folgende Regeln:
- Aufgabenabdeckung: ein Punkt pro unterstützter Aufgabe aus fünf definierten Aufgaben. A unterstützt drei, B fünf und C vier.
- Kostengünstigkeit: geschätzte Kosten im Verhältnis zum angestrebten Budget: bis 70 % = 5; über 70 bis 85 % = 4; über 85 bis 100 % = 3; über 100 bis 115 % = 2; über 115 % = 1. Die absolute Ausgabengrenze gilt unabhängig davon. A wird mit 60 %, B mit 90 % und C mit 110 % veranschlagt.
- Bereitstellungsgeschwindigkeit: bis vier Wochen = 5; über vier bis sechs = 4; über sechs bis acht = 3; über acht bis zehn = 2; über zehn bis zwölf = 1. A benötigt vier, B acht und C zehn Wochen.
- Wartungsfreundlichkeit: wiederkehrender Aufwand pro Woche: bis 0,5 Stunden = 5; über 0,5 bis 1 Stunde = 4; über 1 bis 2 Stunden = 3; über 2 bis 4 Stunden = 2; über 4 Stunden = 1. A benötigt zwei, B eine und C vier Stunden.
Diese Grenzen wurden für das Beispiel festgelegt und sind kein Branchenstandard. Dokumentieren Sie bei einer echten Entscheidung die verantwortliche Person, die Quelle, das Datum und die Unsicherheit jeder Schätzung. Ein unbelegter Wert ist „unbekannt“, nicht null. Klären Sie ihn oder zeigen Sie eine plausible Spanne, bevor Sie eine Rangfolge als Ergebnis präsentieren.
Achten Sie außerdem auf Doppelzählungen. Wenn „Bereitstellungsgeschwindigkeit“ und „Zeit bis zum Start“ dasselbe messen, erhält eine Präferenz durch zwei Kriterien zusätzliches Gewicht. Die gewichtete Summe setzt auch voraus, dass sich Vor- und Nachteile zwischen den Bewertungen ausgleichen dürfen. Nicht verhandelbare Anforderungen gehören deshalb nicht in die Summe.
Zeigen, wann die Empfehlung kippt
Angenommen, die Entscheidungsträger legen mehr Wert auf das angestrebte Budget. Verschieben Sie fünfzehn Prozentpunkte von der Aufgabenabdeckung zur Kostengünstigkeit. Alle anderen Gewichte und sämtliche Einzelbewertungen bleiben unverändert.
| Gewichtungsszenario | A | B | C |
|---|---|---|---|
| Abdeckung 40 %, Kosten 25 %, Geschwindigkeit 20 %, Wartung 15 % | 3,90 | 3,95 | 2,80 |
| Abdeckung 25 %, Kosten 40 %, Geschwindigkeit 20 %, Wartung 15 % | 4,20 | 3,65 | 2,50 |
Nun führt A statt B. Damit ist die Matrix nicht widerlegt. Sie macht die eigentliche Entscheidungsfrage sichtbar: Ist die vollständige Aufgabenabdeckung den höheren Preis und die längere Bereitstellungszeit wert?
Eine bedingte Empfehlung lautet: „B wählen, wenn die Abdeckung aller fünf Aufgaben Vorrang hat. A wählen, wenn die Kosten wichtiger sind und es für die zwei nicht unterstützten Aufgaben eine akzeptable Ersatzlösung gibt.“ Erläutern Sie deren Kosten und Umsetzbarkeit, bevor Sie um Freigabe bitten.
Die Analyse auf zwei Hauptfolien verdichten
Folie 1: Empfehlung und Zielkonflikt. Verwenden Sie einen Titel mit Aussage, etwa „B deckt alle Aufgaben ab; A ist günstiger und schneller“. Zeigen Sie die drei Gesamtergebnisse mit der Skala und benennen Sie die beiden wichtigen Unterschiede. Verbergen Sie die Vorteile von A nicht. Ein grüner Haken sollte auch nicht suggerieren, B sei bereits genehmigt.
Folie 2: die Bedingung für einen anderen Entschluss. Stellen Sie die beiden Gewichtungen und die jeweils führende Option gegenüber. Schließen Sie mit der konkreten Frage: „Priorisieren wir bei dieser Einführung die vollständige Abdeckung oder niedrigere Kosten?“ Fehlen noch Belege, bitten Sie um die nötige Prüfung statt um eine verfrühte Freigabe.
Einzelbewertungen, Bewertungsregeln, Muss-Kriterien, Quellen und Berechnungsdatei gehören in den Anhang oder die Begleitunterlagen. Sie müssen zugänglich bleiben, ohne dass das Publikum zwölf Erläuterungen auf der ersten Folie lesen muss. Ergänzen Sie Farben durch Beschriftungen und prüfen Sie die Lesbarkeit in der tatsächlichen Präsentationsgröße.
Aus geprüften Notizen einen Entwurf erstellen
Geben Sie Presenti den Entscheidungskontext und die geprüften Ergebnisse, statt die KI einen Gewinner bestimmen zu lassen. Ein klar begrenzter Schreibauftrag kann so aussehen:
Erstelle eine Präsentation zum Vergleich von drei Ansätzen für Serviceanfragen. Die Zahlen sind fiktive Lerndaten. Mit den ursprünglichen Gewichten erreicht A 3,90, B 3,95 und C 2,80 von 5 Punkten. B deckt mehr definierte Aufgaben ab; A ist günstiger und schneller. Bei höherer Gewichtung der Kostengünstigkeit erreicht A 4,20, B 3,65 und C 2,50. Entwirf zwei Hauptfolien: den Zielkonflikt und die Entscheidung über die Prioritäten. Die vollständige Matrix und die Bewertungsregeln kommen in den Anhang. Behalte alle Zahlen bei. Erfinde keine Belege, Preise, Wahrscheinlichkeiten oder Kundenergebnisse.

Vergleichen Sie den Entwurf mit der Berechnungsdatei. Behalten Sie die Skalenangabe „von 5“ und die bedingte Empfehlung bei. Korrigieren Sie Aussagen, die Schätzungen als gesicherte Tatsachen darstellen. Fügen Sie die endgültige Matrix in einem Format ein, das der gewählte Editor unterstützt. Dieser Ablauf setzt weder eine automatische Berechnung gewichteter Punkte noch eine spezielle Entscheidungsmatrix-Vorlage in Presenti voraus.
Die fertige Präsentation sollte Meinungsverschiedenheiten konkret machen: Bei einer strittigen Bewertung geht es um den Beleg, bei einem strittigen Gewicht um die Priorität. Erfüllt eine Option ein Muss-Kriterium nicht, scheidet sie aus. Das ist hilfreicher, als eine Summe zu verteidigen, als hätte die Zahl die Entscheidung bereits getroffen.