Bei einem Projektbericht, einem Vortrag oder einer Unterrichtseinheit sollte jede Folie eine erkennbare Aufgabe erfüllen. Eine klare Auswahl der Inhalte und eine passende Darstellung helfen dem Publikum, der Argumentation zu folgen.

Dieser Leitfaden behandelt Aufbau, Layout, Datenvisualisierung und Vorlagen. Er zeigt, wie Sie Gestaltungsentscheidungen an Ihrem Inhalt ausrichten und KI-Vorschläge als Entwurf nutzen können. Liegt bereits ein Entwurf vor, kann die KI-gestützte Überarbeitung von Folien bei der Gestaltung helfen.

PowerPoint-Folien gestalten: Aufbau, Layout und Daten

1. Aufbau und Elemente einer Präsentation

Foliendesign verbindet Inhalt und Darstellung. Entscheiden Sie zuerst, welche Aussagen Sie vermitteln möchten; wählen Sie danach die passenden Texte, Abbildungen und Layouts.

(1) Seitenstruktur

Ein möglicher Aufbau umfasst diese vier Folientypen:

  • Titelfolie: Nennen Sie Thema und gegebenenfalls Anlass, Name oder Datum.

  • Agenda: Geben Sie bei längeren Vorträgen einen Überblick. Bei einer kurzen Präsentation kann ein mündlicher Einstieg ausreichen.

  • Inhaltsfolien: Erläutern Sie die zentralen Aussagen und die dazugehörigen Belege.

  • Schlussfolie: Fassen Sie die Erkenntnis zusammen oder nennen Sie eine konkrete nächste Handlung.

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(2) Kernelemente

Wählen Sie die Elemente nach ihrer Aufgabe:

  • Text: Formulieren Sie klare Überschriften und kurze Erläuterungen. Ergänzen Sie Quellen und notwendige Einschränkungen. Bei langen Textblöcken hilft die Aufteilung zwischen Folie und Vortrag, statt den vollständigen Sprechtext auf der Folie unterzubringen.

  • Bilder: Verwenden Sie Motive, die etwas erklären oder belegen, und prüfen Sie Herkunft und Nutzungsbedingungen.

  • Diagramme: Stellen Sie eine Beziehung zwischen überprüften Werten dar, etwa einen Verlauf oder einen Vergleich. Bei Kosten, Margen oder Planabweichungen zeigt die Darstellung von Finanzkennzahlen, wie Sie Einheit, Zeitraum und Vergleichsbasis sichtbar halten.

  • Symbole: Kennzeichnen Sie Kategorien oder wiederkehrende Hinweise. Erläutern Sie Zeichen, deren Bedeutung nicht eindeutig ist.

  • Animationen: Blenden Sie bei Bedarf einzelne Schritte nacheinander ein. Vermeiden Sie Effekte, die von der Erklärung ablenken.

(3) Häufige Anwendungsfälle

Diese Grundsätze lassen sich unter anderem auf folgende Aufgaben anwenden:

  • Präsentationen im Unterricht

  • Geschäftsberichte und Strategiezusammenfassungen

  • Verteidigung von Abschlussarbeiten und akademische Forschung

  • Marketingvorschläge

  • Startup-Pitch-Decks

2. In fünf Schritten zum Foliensatz

Arbeiten Sie vom Inhalt zur Gestaltung. Die folgenden fünf Schritte helfen, unnötige Überarbeitungen zu vermeiden.

(1) Bestimmen Sie Ihr Ziel und Ihre Zielgruppe

Klären Sie vor dem ersten Entwurf:

  • Wer wird diese Präsentation sehen?

  • Welche Botschaft sollen sie sich merken?

Richten Sie Sprache und Detailgrad nach dem Vorwissen des Publikums aus. Für eine Entscheidungsvorlage sind beispielsweise andere Informationen nötig als für eine Einführung in ein neues Thema.

(2) Erstellen Sie eine logische Gliederung

Notieren Sie zunächst für jede geplante Folie eine Aussage. Ein möglicher Ablauf ist: Thema → Ausgangslage → Erkenntnisse → Belege → Schlussfolgerung. Für die Argumentation können diese beiden Modelle helfen:

  • Pyramidenprinzip: Beginnen Sie mit Ihrer Schlussfolgerung und untermauern Sie diese dann.

  • SCQA-Modell: Situation → Komplikation → Frage → Antwort.

(3) Wählen Sie die richtige Vorlage

Die Wahl der Folienvorlagen sollte zu Ihrem Thema passen. Passen Sie Ihre Vorlage an folgende Kriterien an:

  • Anlass (formell, akademisch, kreativ)

  • Zielgruppentyp

  • Verfügbare Zeit

Nutzen Sie eine integrierte PowerPoint-Vorlage, eine geeignete Vorlage aus anderer Quelle oder einen Entwurf mit Presenti. Prüfen Sie die Gestaltung mit typischen Inhalten, bevor Sie den gesamten Foliensatz ausarbeiten.

(4) Inhalte auswählen und einfügen

Wählen Sie anschließend aus, welche Inhalte tatsächlich auf die Folien gehören:

  • Kürzen Sie lange Absätze auf ihre Kernaussage. Verwenden Sie eine Grafik, wenn sie den Zusammenhang besser erklärt.

  • Konzentrieren Sie jede Folie auf eine Kernidee.

  • Nutzen Sie Diagramme für Vergleiche oder Verläufe. Eine Tabelle ist sinnvoll, wenn das Publikum genaue Einzelwerte nachschlagen oder vergleichen soll.

(5) Darstellung und Ablauf prüfen

Prüfen Sie nach der inhaltlichen Bearbeitung Lesbarkeit und Einheitlichkeit:

  • Halten Sie Farben, Schriftarten und Symbolstile konsistent.

  • Verwenden Sie saubere Übergänge wie Ausblenden oder Schieben.

  • Wenden Sie Animationen nur an, wenn sie die Bedeutung verstärken.

  • Presenti kann einen Layoutentwurf unterstützen. Kontrollieren Sie Farben, Abstände und gegebenenfalls Animationen selbst; prüfen Sie deren Darstellung auch in der fertigen Ausgabedatei.

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3. Layout und Animation gezielt einsetzen

Wenn eine Folie zu dicht wirkt, kürzen oder teilen Sie den Inhalt. Eine kleinere Schrift löst das Problem häufig nicht.

(1) Layout-Techniken (Präsentationstipps)

Drei Ansatzpunkte für ein übersichtliches Layout:

  • Anordnung: Gruppieren Sie zusammengehörige Elemente. Die Drittelregel kann bei bildbetonten Folien helfen, ist aber keine Vorgabe für jedes Layout.

  • Abstände: Lassen Sie zwischen unterschiedlichen Informationsgruppen genügend Platz.

  • Farben: Beginnen Sie mit wenigen Farben und verwenden Sie Akzente gezielt. Kennzeichnen Sie wichtige Unterschiede zusätzlich mit Text oder Symbolen.

(2) Animationstechniken für Präsentationen

Animationen sollten einen Erklärungsschritt unterstützen:

  • Verwenden Sie einfache Animationen wie Einblenden, Erscheinen, Wischen.

  • Präsentieren Sie Aufzählungspunkte nacheinander, um die Aufmerksamkeit des Publikums aufrechtzuerhalten.

  • Vermeiden Sie ablenkende Effekte wie Hüpfen oder Drehen.

  • Proben Sie den Ablauf mit den Animationen. Prüfen Sie, ob alle Inhalte zum richtigen Zeitpunkt sichtbar sind und ob die Effekte in der Zielanwendung funktionieren.

Beispiele für Präsentationsvorlagen

4. Vorlagen und Diagramme für wiederkehrende Aufgaben

Für wiederkehrende Aufgaben lohnt es sich, Gestaltungsvorgaben und geeignete Diagrammformen vorzubereiten.

(1) Erstellen Sie benutzerdefinierte Vorlagen

Verwenden Sie erprobte Muster, statt dieselben Layouts bei jeder Präsentation neu aufzubauen:

  • Verwenden Sie den Folienmaster von PowerPoint, um Schriftarten, Farben und Layouts festzulegen.

  • In Presenti stehen Funktionen für benutzerdefinierte Vorlagen und deren Import zur Verfügung. Prüfen Sie Farben, Logos und Schriften mit Ihren eigenen Musterfolien; beim Export können benutzerdefinierte Schriften ersetzt werden.

  • Speichern Sie Ihre Folienvorlage und verwenden Sie sie in verschiedenen Projekten wieder.

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(2) Datenvisualisierung (Präsentationstipps)

Wählen Sie den Diagrammtyp nach der Aussage. Diese Zuordnungen bieten eine erste Orientierung:

  • Balkendiagramme für Vergleiche

  • Liniendiagramme für Trends

  • Kreis- oder Ringdiagramme für wenige Anteile an einem eindeutig definierten Ganzen

  • Radardiagramme für mehrere vergleichbare Merkmale; prüfen Sie Skalen und Anordnung

Wählen Sie in Presenti einen geeigneten Diagrammtyp und gleichen Sie Werte, Einheiten und Beschriftungen mit Ihrer Quelle ab. Ein automatisch gestalteter Entwurf ersetzt diese Kontrolle nicht.

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(3) Vorlagen-Empfehlungen (Folienvorlagen)

Die Vorlage muss genügend Platz für die Inhaltstypen Ihrer Aufgabe bieten:

  • Akademische Vorlagen: Ideal für die Verteidigung von Abschlussarbeiten und Kursberichten.

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  • Geschäftsvorlagen: Für Jahresberichte, Strategiepläne und Pitch-Decks mit übersichtlichen Kennzahlen und Empfehlungen.

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  • Kreative Vorlagen: Geeignet für Marketingvorschläge und Produkteinführungen.

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Prüfen Sie zum Schluss den gesamten Foliensatz: Ist die Argumentation nachvollziehbar, sind Belege erkennbar und lassen sich die Folien im Vortrag gut erläutern? Nutzen Sie KI-Vorschläge dort, wo sie diese Arbeit unterstützen.