Auf einer guten Zitatfolie kann das Publikum die genauen Worte lesen, ihre Herkunft erkennen und verstehen, warum sie für den Vortrag wichtig sind. Geben Sie dem Zitat den meisten Platz, halten Sie die Quellenangabe lesbar und setzen Sie Ihre eigene Schlussfolgerung außerhalb der Anführungszeichen. Braucht eine Passage mehrere erklärende Sätze, bevor sie verständlich wird, führen Sie zuerst in den Zusammenhang ein oder wählen Sie einen anderen Ausschnitt.

Die schwierige Aufgabe ist meist die Auswahl der Worte, nicht die Suche nach einem großen Anführungszeichen-Symbol. Ein prägnantes Fragment kann irreführen, wenn eine Einschränkung fehlt. Dieser Leitfaden begleitet eine fiktive Aussage aus einem Nutzertest von der Quellennotiz bis zur fertigen Folie und zeigt anschließend passende Anordnungen für ein kurzes Zitat, eine längere Passage und ein Zitat neben einem Foto.

Stehen Wortlaut und Quelle fest, können Sie das Layout der Zitatfolie mit Presenti verfeinern. Betrachten Sie Formatierungsvorschläge als Entwurf: Sie sollen die ausgewählten Worte lesbarer machen, ohne sie umzuschreiben oder eine Quelle zu erfinden.

Ein Zitat ist deutlich von seiner Quellenangabe und einer separaten Notiz der vortragenden Person abgegrenzt.

Wählen Sie ein Zitat, das eine eigene Folie verdient

Verwenden Sie ein Zitat, wenn gerade der Wortlaut etwas beiträgt: Eine Testperson beschreibt eine Schwierigkeit anschaulich, eine Primärquelle belegt eine Position oder die Formulierung einer Person soll diskutiert werden. Geht es nur um die zugrunde liegende Tatsache, kann eine knappe Aussage oder ein Diagramm geeigneter sein. Ein anonymer Satz in riesiger Schrift ist nicht automatisch ein Beleg.

Betrachten wir diese fiktive Aussage aus einem Test eines Prototyps zur Raumbuchung:

„Das Buchen geht jetzt schneller, aber ich erkenne immer noch nicht, welcher Raum einen Bildschirm hat.“

Die Aussage enthält einen Fortschritt und ein ungelöstes Problem. Eine Folie mit lediglich „Das Buchen geht jetzt schneller“ erzählt eine andere Geschichte. Sie passt vielleicht zu einer Erfolgserzählung, lässt aber den Hinweis weg, der für die nächste Verbesserung entscheidend ist.

Suchen Sie bei einem echten Test die Aussage in der ursprünglichen Notiz, dem Transkript oder der Aufnahme. Lesen Sie den Austausch davor und danach. Ging es um diese Version, eine frühere Erfahrung oder eine Antwort auf eine suggestive Frage? Bewahren Sie diesen Zusammenhang in Ihren Quellennotizen auf, auch wenn nicht alles auf die Folie gehört.

Trennen Sie das Zitat von Ihrer Schlussfolgerung

Eine zweckmäßige Zitatfolie hat drei Ebenen. Das Zitat gibt die Worte der Person wieder. Die Quellenangabe zeigt, woher sie stammen. Die Überschrift oder ein kurzer Hinweis daneben benennt Ihre Interpretation. Durch diese Trennung kann jemand die zitierte Aussage akzeptieren und dennoch Ihre Schlussfolgerung hinterfragen.

EbeneBeispieltext auf der FolieFunktion
ÜberschriftEs bleibt unklar, welche Räume einen Bildschirm habenFormuliert die Interpretation der vortragenden Person, ohne sie der Testperson zuzuschreiben.
Wörtliches Zitat„Das Buchen geht jetzt schneller, aber ich erkenne immer noch nicht, welcher Raum einen Bildschirm hat.“Erhält sowohl die Verbesserung als auch das verbleibende Hindernis.
QuellenangabeTestperson P04 · Test eines Raumbuchungsprototyps · fiktives BeispielOrdnet die Aussage ein, ohne sie als echte Kundenreferenz auszugeben.
Mündliche Erläuterung„Diese Aussage deutet darauf hin, dass die Ausstattung nicht ausreichend erkennbar ist. Bevor wir beurteilen, wie verbreitet das Problem ist, müssen wir die anderen Testsitzungen betrachten.“Leitet eine weitere Frage ab, ohne aus einer einzelnen Aussage eine Behauptung über die Häufigkeit zu machen.

Schließen Sie die Überschrift nicht in dieselben Anführungszeichen wie die Aussage ein. Auch „Die Nutzer lieben den neuen Buchungsablauf“ würde über die Worte dieser Person hinausgehen. Eine positive Bemerkung zeigt nicht, wie alle Nutzer empfinden. Eine gemischte Aussage ist keine uneingeschränkte Empfehlung.

Eine Zitatfolie trennt die Überschrift zur unklaren Bildschirmausstattung, die vollständige gemischte Aussage und die Angabe zur fiktiven Testperson P04.
Erhalten Sie die vollständige Bedeutung der Aussage und setzen Sie Ihre Deutung außerhalb des Zitats.

Passen Sie die Anordnung an die Länge an

Kurzes Zitat: Stellen Sie die Worte in den Mittelpunkt

Geben Sie einer kurzen Aussage einen klaren Textblock mit großzügigen Rändern. Linksbündiger Satz ist ein verlässlicher Ausgangspunkt, besonders bei mehreren Zeilen. Zentrierter Text kann bei einem sehr kurzen Satz funktionieren. Vermeiden Sie jedoch eine Treppe aus unnatürlich getrennten Zeilen, nur um die Zentrierung beizubehalten.

Setzen Sie Zeilenumbrüche an natürlichen Sinnabschnitten. Im Beispiel kann ein Umbruch vor „aber“ den Gegensatz sichtbar machen, ohne Satz oder Zeichensetzung zu verändern. Heben Sie sparsam hervor. Nur „schneller“ zu betonen würde vom Problem ablenken; die Hervorhebung des letzten Teils unterstützt dagegen die Diskussion über fehlende Ausstattungsinformationen.

Längeres Zitat: Wählen Sie einen vollständigen Gedanken

Verkleinern Sie nicht einfach einen ganzen Absatz, bis er passt. Prüfen Sie zuerst, ob ein vollständiger Satz den Gedanken trägt. Dann können Sie diesen zitieren und die längere Passage in den Notizen oder einem Begleitdokument bereitstellen. Sind zwei Sätze für die Bedeutung notwendig, geben Sie ihnen Platz, statt mit einem dekorativen Porträt um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.

Kennzeichnen Sie Auslassungen innerhalb einer Passage nach dem verwendeten Zitierstil. Entfernen Sie kein „nicht“, keine Bedingung und keine zeitliche Einschränkung, die die Position der Person verändert. Bleibt ein getreuer Ausschnitt zu lang für die Folie, fassen Sie ihn in eigenen Worten zusammen, entfernen Sie die Anführungszeichen und nennen Sie die Quelle. Zusammenfassung und wörtliches Zitat sind unterschiedliche Belegformen.

Zitat neben einem Foto: Stellen Sie einen ehrlichen Bezug her

Ein zweispaltiges Layout kann Worte und ein relevantes Bild verbinden: Text auf der einen, Foto auf der anderen Seite, die Quelle nahe beim Zitat. Das Bild sollte die betreffende Person oder Sache zeigen, die besprochene Situation veranschaulichen oder nützlichen Kontext hinzufügen. Es darf nicht suggerieren, ein Stockfoto-Modell sei die Person, von der die Aussage stammt.

Darf eine reale Testperson nicht identifiziert werden, verwenden Sie einen geeigneten Teilnehmendencode und verzichten Sie auf das Porträt. Eine neutrale Gestaltung kann den Beleg genauer vermitteln als eine aufwendige, aber erfundene Referenzkarte. Quellenangabe und Veröffentlichungserlaubnis sind zwei verschiedene Fragen. Ein Name in Ihren Notizen ist noch keine Zustimmung, ihn öffentlich zu zeigen.

Halten Sie die Quellenangabe lesbar und zurückhaltend

Platzieren Sie die Quellenangabe direkt unter dem Zitat oder neben dessen letzter Zeile. Sie darf weniger hervortreten als die Aussage, sollte aber weder zu blass noch so klein sein, dass die Herkunft unlesbar wird. Halten Sie sie innerhalb eines ausreichenden Randabstands, damit sie bei der Projektion oder in einem kleineren Fenster nicht verloren geht.

Welche Angaben nötig sind, hängt vom Material ab. Bei einer veröffentlichten Aussage können Name, Werk oder Interview, Datum und Seitenzahl beziehungsweise Zeitmarke erforderlich sein. Bei einem Forschungskommentar kommen ein freigegebener Teilnehmendencode, die Studie oder Aufgabe und eine Fundstelle in der Dokumentation infrage. Folgen Sie den Vorgaben Ihrer Aufgabe, Veröffentlichung oder Organisation, statt jede Quelle wie eine Kundenempfehlung zu behandeln.

Verwenden Sie für formale Quellenangaben den geforderten Zitierstil und geben Sie ausführlichere Nachweise in den Referenzen an. Auf der Zitatfolie muss die Herkunft erkennbar sein; die ergänzenden Angaben sollen das Auffinden der Quelle ermöglichen. Verlassen Sie sich nicht auf einen anklickbaren Namen als einzige Quellenangabe, wenn die Folien auch offline oder als Bild betrachtet werden können.

Geben Sie dem Publikum Zeit zum Lesen

Führen Sie mit einem Satz in die Situation ein, bevor das Publikum lesen soll. Im Raumbuchungsbeispiel: „Nach dem Test des überarbeiteten Buchungsablaufs sprach eine Person ein anderes Hindernis an.“ Machen Sie dann eine Pause. Wer währenddessen einen anderen Absatz vorträgt, zwingt das Publikum, zwischen zwei Botschaften zu wählen.

Erklären Sie nach der Pause die Bedeutung, statt nur das Zitat zu wiederholen. „Die Ausstattung sollte vor der Buchungsbestätigung sichtbar sein“ ist ein Handlungsvorschlag. „Alle finden die Ausstattungsliste verwirrend“ wäre eine umfassendere Behauptung, die diese einzelne Aussage nicht trägt. Stützen mehrere Kommentare dasselbe Problem, erläutern Sie ihre Auswahl und die weiteren Belege.

Nutzen Sie eine Zitatfolie, wenn der genaue Wortlaut die Argumentation voranbringt. Ist diese Aufgabe erfüllt, gehen Sie weiter. Eine Folge nur lose zusammenhängender Zitate überlässt dem Publikum die Arbeit, Ihre Aussage zu entdecken.

Erstellen Sie die Zitatfolie aus Ihren Notizen

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor: Originalpassage finden, einen sinngetreuen Ausschnitt wählen, Quellenangabe verfassen und erst dann die eigene Überschrift schreiben. Wenn die Gestaltung zuletzt kommt, verkürzen Sie Worte weniger leicht nur deshalb, weil ein attraktives Layout lediglich eine Zeile vorsieht.

Die fertige Beispielfolie hätte einen schlichten Hintergrund, die vollständige Aussage in einem hervorgehobenen Textblock und die Quellenangabe darunter. Die Überschrift würde benennen, dass die Bildschirmausstattung nicht klar erkennbar ist. Ein Foto ist unnötig: Die Worte zeigen bereits, worauf es ankommt.

Vergleichen Sie vor dem Teilen den sichtbaren Wortlaut mit der Quelle und lesen Sie die Überschrift separat. Das Publikum muss erkennen können, welche Worte von der zitierten Person stammen und welche Schlussfolgerung Sie daraus ziehen.