Eine Unternehmenspräsentation erklärt, was Ihr Unternehmen leistet, für wen es arbeitet und warum ein potenzieller Kunde eine Zusammenarbeit erwägen sollte. Geben Sie dem Publikum genügend Anhaltspunkte, um Ihre Fähigkeiten einzuordnen und über ein weiteres Gespräch zu entscheiden. Eine lange Firmengeschichte oder eine reine Leistungsliste reicht dafür nicht aus.
Beginnen Sie ein Kennenlerngespräch mit der Situation des Kunden. Erläutern Sie anschließend, welche Aufgaben Sie übernehmen, und zeigen Sie ein passendes Beispiel. Geht es bereits um einen konkreten Kauf, kann eine Vertriebspräsentation das Angebot und die anstehende Entscheidung vertiefen; die verlinkte Produktseite ist auf Englisch. Das Unternehmensprofil bleibt eine wiederverwendbare Einführung und sollte nicht wie ein bereits kalkuliertes Angebot auftreten.
Das folgende Beispiel mit neun Folien beschreibt ein fiktives Ingenieurbüro, das kleinere Hersteller bei der Planung von Änderungen an Produktionslinien unterstützt. Team, Leistungen und Projekt dienen der Veranschaulichung. Ersetzen Sie diese Angaben durch Informationen, die Ihr eigenes Unternehmen belegen kann.

Legen Sie fest, was die Vorstellung erreichen soll
Vervollständigen Sie vor dem Zusammenstellen der Folien diesen Satz: „Nach der Präsentation soll das Publikum wissen, ob wir bei _____ helfen können.“ Die Antwort bestimmt, was in die Präsentation gehört.
Für das beispielhafte Ingenieurbüro lautet sie: „bei der Planung einer Produktionslinienänderung, bevor der Kunde sich auf Anlagen und Installationsarbeiten festlegt“. Eine für die Betriebsanlagen verantwortliche Person muss Leistungsumfang, Arbeitsergebnisse und die beim Kunden verbleibenden Aufgaben verstehen. Das ist ein hilfreicherer Ausgangspunkt als „zeigen, dass wir innovativ sind“.
Unterscheiden Sie drei häufige Präsentationsarten:
- Unternehmensprofil: für wen Sie arbeiten, was Sie leisten und wie Ihre Arbeitsweise belegt wird.
- Projektangebot: konkreter Umfang, Ergebnisse, Zeitplan, Konditionen und Entscheidung für ein bestimmtes Vorhaben.
- Investorenpräsentation: Unternehmen, Markt, wirtschaftliche Grundlagen, Finanzierungsbedarf und Investitionsrisiken.
Einzelne Inhalte können mehrfach verwendet werden, doch der Abschluss verfolgt jeweils ein anderes Ziel. Ein Unternehmensprofil kann zu einem ersten Fachgespräch einladen. Ein Angebot kann um die Freigabe eines Leistungsumfangs bitten. Nehmen Sie keine Finanzierungsanfrage oder detaillierte Kalkulation in eine allgemeine Vorstellung auf, nur weil entsprechende Folien schon vorhanden sind.
Sammeln Sie Unternehmensangaben vor der Gestaltung
Beginnen Sie mit aktuellen Leistungsbeschreibungen, Zuständigkeiten im Team, einem freigegebenen Projektbeispiel und Kontaktdaten. Fragen Sie sich bei jeder Aussage, welches Material das Publikum bei Interesse genauer ansehen könnte.
| Geplante Aussage | Geeignete Grundlage | Was die Folie vermeiden sollte |
|---|---|---|
| Wir unterstützen Hersteller bei der Planung von Linienänderungen. | Ein abgegrenzter Leistungsumfang und ein Beispiel für das Planungsergebnis. | Den Anspruch, sämtliche Schritte einer Fabrikmodernisierung abzudecken. |
| Unser Team verfügt über einschlägige Erfahrung. | Benannte Zuständigkeiten und freigegebene Angaben zur relevanten Erfahrung. | Ungeprüfte Qualifikationen oder eine unerklärte Sammlung von Kundenlogos. |
| Kunden erhalten eine nachvollziehbare Übergabe. | Ein geschwärztes Arbeitsergebnis oder ein erläutertes Muster. | Ein Geschäftsergebnis, das sich aus diesem Dokument allein nicht ableiten lässt. |
Verwenden Sie Kundennamen, Zitate, Logos und Projektdetails nur mit der nötigen Erlaubnis zur Veröffentlichung. Muss ein Beispiel vertraulich bleiben, beschreiben Sie die Situation und Ihren Beitrag ohne identifizierende Angaben. Lassen Sie einen anonymisierten Fall nicht wie eine öffentliche Kundenempfehlung wirken.
Beispiel: ein Unternehmensprofil mit neun Folien
Diese Reihenfolge gibt dem fiktiven Ingenieurbüro eine zusammenhängende Einführung. Sie ist ein Ausgangspunkt und keine Vorgabe, für jedes Gespräch genau neun Folien zu erstellen.
1. Sagen Sie, wer Sie sind und wobei Sie helfen
Beispielüberschrift: „Technische Planung für Änderungen an Produktionslinien“. Ergänzen Sie den Firmennamen und eine kurze Erklärung: „Wir helfen kleineren Fertigungsteams, Layoutvarianten zu vergleichen und eine abgestimmte Planungsgrundlage vorzubereiten, bevor die Installation beginnt.“
Das Geschäftsgebiet sollte ohne Deutung eines Werbeslogans verständlich sein. Heben Sie die Gründungsgeschichte für ein späteres Gespräch auf, sofern sie keine für das Publikum wichtige Fähigkeit erklärt.
2. Zeigen Sie die Kundensituation, die Sie verstehen
Beispielüberschrift: „Eine neue Maschine verändert mehr als ihre Stellfläche“. Zeigen Sie die damit verbundenen Fragen: Materialfluss, Zugang für Bedienung und Wartung sowie Planung der Umstellung.
Diese Folie erklärt, weshalb die Leistung gebraucht wird. Dafür ist keine erfundene Marktstatistik nötig. Eine nachvollziehbare Situation macht die Aufgabe konkret, ohne allen Herstellern dieselben Bedingungen zu unterstellen.
3. Grenzen Sie Ihre Leistungen ab
Das Ingenieurbüro stellt drei Leistungsbereiche vor: bestehendes Layout und Randbedingungen erfassen, geplante Anordnungen vergleichen und die Planungsunterlagen für die nächste Kundenentscheidung vorbereiten. Nennen Sie zu jedem Bereich ein Ergebnis, etwa eine Übersicht der Randbedingungen, einen Variantenvergleich oder eine Übergabeunterlage.
Machen Sie die Grenze sichtbar. In diesem Beispiel gehören Anlagenlieferung und Installation nicht zum beschriebenen Leistungsumfang. Eine klare Abgrenzung erleichtert dem Kunden gezielte Fragen; unbestimmte Vielseitigkeit erschwert das nächste Gespräch.
4. Erläutern Sie den Ablauf der Zusammenarbeit
Zeigen Sie eine kurze Folge: Fragestellung abstimmen, Informationen zum Standort zusammentragen, Varianten vergleichen und die Empfehlung besprechen. Benennen Sie für jeden Schritt eine Information oder Entscheidung, die vom Kunden kommt.
„Gemeinsame Arbeitsweise“ wird konkret, wenn auf der Folie steht: „Die Betriebsleitung bestätigt die Zugangsbeschränkungen, bevor das Team die Layoutvarianten vergleicht.“ Nennen Sie keine feste Bearbeitungsdauer, die Ihr Team für diese Leistung nicht begründen kann.
5. Zeigen Sie ein relevantes Projekt
Im fiktiven Beispiel benötigt eine Verpackungslinie Platz für eine neue Prüfstation. Das Ingenieurbüro entwickelt zwei Layoutvarianten. Eine behält den vorhandenen Materialweg bei; die andere verlegt eine Bereitstellungsfläche, um den Zugang zu verbessern.
Zeigen Sie die Fragestellung, beide Varianten und die Begründung der Empfehlung. Weisen Sie darauf hin, dass der Kunde Anlagenspezifikationen und Installationsanforderungen noch bestätigen muss. So wird die Entscheidungsarbeit sichtbar, ohne geringere Stillstandszeiten, Kosten oder Fehlerquoten zu erfinden.
6. Machen Sie die Arbeitsergebnisse greifbar
Zeigen Sie, was der Kunde erhält: ein kommentiertes Layout, einen Variantenvergleich, offene Fragen und eine abgestimmte Übergabeunterlage. Erklären Sie, welche Aufgabe das jeweils nächste Team damit bearbeiten kann.
Ein Muster vermittelt häufig mehr als ein weiterer Absatz voller Adjektive. Ist die Abbildung ein beispielhaftes Dokument statt einer echten Kundenarbeit, kennzeichnen Sie sie entsprechend und halten Sie diese Unterscheidung auch im Vortrag aufrecht.
7. Stellen Sie die verantwortlichen Personen vor
Ordnen Sie jeder Person eine Aufgabe im Projekt zu. Die Projektleitung koordiniert Entscheidungen, die technische Fachkraft entwickelt Layoutvarianten und die Kontaktperson beim Kunden organisiert Zugang und Abstimmungen. Verwenden Sie die Rollen, die es tatsächlich gibt.
Wählen Sie relevante Erfahrungen aus, statt vollständige Lebensläufe abzubilden. Ein vierköpfiges Team sollte als solches erkennbar sein. Eine Sammlung von Stockporträts darf keine größere Organisation vortäuschen.
8. Erklären Sie die praktischen Bedingungen
Nennen Sie die Informationen, die für die Eignung einer Zusammenarbeit wichtig sind: Einsatzgebiet, benötigte Unterlagen, übliche Beteiligte an Abstimmungen und Vereinbarung des Leistungsumfangs. Führen Sie freigegebene Zertifizierungen oder Akkreditierungen nur auf, wenn sie für die vorgestellte Leistung und das betreffende Unternehmen gelten.
Für das fiktive Ingenieurbüro ist diese Botschaft hilfreich: „Bringen Sie Ihr aktuelles Layout, die Anlagenanforderungen und die betrieblichen Randbedingungen mit. Im Erstgespräch klären wir die Planungsfrage und noch fehlende Informationen.“
9. Schlagen Sie ein konkretes nächstes Gespräch vor
Schließen Sie mit einer Kontaktperson und einer konkreten Einladung: „Besprechen Sie mit uns die geplante Linienänderung und Ihre anstehende Entscheidung.“ Nennen Sie kurz, welche Unterlagen das Gespräch unterstützen, etwa das aktuelle Layout und die Anforderungen an die neue Anlage.
Ein allgemeines „Vielen Dank“ kann darunterstehen. Es sollte den nächsten Schritt nicht ersetzen.

Passen Sie das Profil an, ohne es neu aufzubauen
Leistungsumfang, Unternehmensidentität und aktuelle Kontaktdaten bleiben einheitlich. Kundensituation, Projektbeispiel und Erklärungstiefe richten Sie dagegen auf das jeweilige Publikum aus.
Die Betriebsleitung interessiert sich möglicherweise für Zugangs- und Umstellungsfragen. Der Einkauf braucht eher klare Zuständigkeiten und die Grundlagen für die Leistungsabgrenzung. Beide Fassungen sollten dieselben Fähigkeiten beschreiben. Ein anderes Publikum ist kein Anlass, das Angebot stillschweigend auszuweiten.
Für ein kurzes Erstgespräch reichen Unternehmenszweck, Kundensituation, Leistungsumfang, Beispiel und nächster Schritt. Halten Sie Arbeitsweise, Ergebnisse, Team und praktische Bedingungen für Rückfragen oder die anschließend versendete Fassung bereit.
Machen Sie aus freigegebenen Angaben einen Folienentwurf
Stehen Fakten und Reihenfolge fest, können Sie mit Presenti aus Ihrer Unternehmensgliederung einen bearbeitbaren Präsentationsentwurf erstellen. Geben Sie die Zielgruppe, den Zweck jeder Folie und die dafür freigegebenen Inhalte an.
Eine passende Anweisung lautet: „Erstelle eine einführende Unternehmenspräsentation für eine für Betriebsanlagen verantwortliche Person, die eine Produktionslinie ändern möchte. Verwende die folgende Gliederung mit neun Folien. Behalte die genannten Leistungsgrenzen bei. Ergänze keine Kundennamen, Qualifikationen, Ergebnisse oder Leistungen, die im Ausgangsmaterial nicht vorkommen.“
Lesen Sie den Entwurf aus Kundensicht. Wird klar, was das Unternehmen leistet, worauf seine Fähigkeiten beruhen und worüber als Nächstes gesprochen werden sollte? Korrigieren Sie Aussagen, die über die Unterlagen hinausgehen. Das fertige Profil soll Ihr Unternehmen verständlicher machen und ein fundiertes Folgegespräch ermöglichen.