Eine B2B-Verkaufspräsentation sollte die konkrete Situation des Kunden aufgreifen. Für ein Unternehmen im deutschen Mittelstand können zum Beispiel Produktionsabläufe, Lieferfähigkeit oder die Einführung neuer Software im Mittelpunkt stehen.
Wiederverwendbare Inhalte und ein geprüftes Kundenbriefing helfen, die Vorbereitung zu strukturieren. KI kann einen Folienentwurf unterstützen; welche Aussagen für den Kunden relevant und belastbar sind, entscheidet das Vertriebsteam.


Teil 1: Gemeinsame Produktfolien gezielt ergänzen
Ein gemeinsamer Foliensatz ist für wiederkehrende Produktinformationen nützlich. Für den einzelnen Termin sollte er um die Anforderungen, Fragen und Rahmenbedingungen des Kunden ergänzt werden.
Klären Sie vor dem Termin, wer teilnimmt und welche Entscheidung vorbereitet werden soll. Eine technische Fachabteilung benötigt beispielsweise andere Details als die Einkaufsleitung. Der Leitfaden für Kundenpräsentationen erklärt außerdem, welche Belege für einen Projektvorschlag, ein Logo oder ein Angebot benötigt werden.

Beginnen Sie mit den im Gespräch bestätigten Anforderungen. Wenn Produktionsabläufe, Lieferfähigkeit oder Softwareintegration relevant sind, zeigen Sie, wie Ihr Vorschlag darauf eingeht und welche Fragen noch offen sind.
Personalisierung bedeutet dabei mehr als einen ausgetauschten Firmennamen. Wählen Sie passende Beispiele, erläutern Sie Annahmen und streichen Sie Produktdetails, die für den konkreten Termin keine Rolle spielen.
Halten Sie den Foliensatz kurz genug, um Rückfragen zuzulassen. Prüfen Sie vor dem Gespräch Preise, Funktionen und Verfügbarkeiten, damit Sie keine veralteten Angaben weitergeben.
Teil 2: Wiederkehrende Arbeitsschritte vereinfachen

Wenn jedes Pitch Deck vollständig neu aufgebaut wird, wiederholen sich viele Arbeitsschritte. Legen Sie fest, welche Produktfolien unverändert übernommen werden können und welche Aussagen für jeden Termin geprüft werden müssen.
Der Aufwand steigt, wenn Informationen aus mehreren Quellen zusammengetragen und für jeden Termin neu aufbereitet werden müssen. Vereinbaren Sie deshalb einen gemeinsamen Aufbau und pflegen Sie freigegebene Inhalte zentral.
Trennen Sie wiederverwendbare Produktinformationen von kundenspezifischen Aussagen. So können Sie die entscheidenden Anpassungen gezielt prüfen.
Ein skalierbarer Ablauf braucht klare Zuständigkeiten: Wer aktualisiert Produktdaten, wer prüft das Briefing und wer gibt den Foliensatz für den Kundentermin frei?
Teil 3: Presenti für kundenspezifische Entwürfe nutzen
Presenti ist ein Online-Tool für KI-gestützte Folienentwürfe. Ob sich damit Vorbereitungsarbeit reduzieren lässt, hängt vom Ausgangsmaterial und vom erforderlichen Prüfaufwand ab.
Sie können aus einem freigegebenen Kundenbriefing einen Entwurf erstellen lassen. Presenti unterstützt unter anderem Texte, Markdown und Xmind; der Import von Word und PDF ist kostenpflichtig. Informationen von Websites sollten Sie mit Quelle und Abrufdatum in Ihrem Briefing festhalten.
Die funktionalen Highlights für den modernen Vertrieb:
Inhalte strukturieren: Lassen Sie eine Gliederung aus Stichpunkten oder unterstützten Dokumenten vorschlagen und vergleichen Sie diese mit dem Briefing.
- Layoutvorschläge: Nutzen Sie die vorgeschlagenen Anordnungen und prüfen Sie Abstände, Kontraste und Textmenge, bevor Sie die Folien präsentieren.
Passende Eingaben wählen: Verwenden Sie den Text oder die unterstützte Datei, in der Anforderungen und Produktinformationen am klarsten zusammengefasst sind.
- Gemeinsam überarbeiten: Teilen Sie den aktuellen Entwurf mit dem Team und vereinbaren Sie, welche Version für den Kundentermin verwendet wird.
- Auf mehreren Geräten arbeiten: Greifen Sie über Ihr Konto auf den gespeicherten Entwurf zu. Testen Sie die Darstellung und Internetverbindung auf dem Gerät, das Sie im Kundentermin nutzen möchten.
Formulierungen überarbeiten: Nutzen Sie Vorschläge für kürzere oder verständlichere Texte. Prüfen Sie dabei, ob fachliche Bedingungen und Einschränkungen erhalten bleiben.
- Mit einem Beispiel beginnen: Testen Sie einen kurzen, freigegebenen Kundenbriefing-Text. Planen Sie ein, dass der Export als PPTX oder PDF kostenpflichtig ist.
Teil 4: In vier Schritten zum kundenspezifischen Pitch Deck
Redaktionelles Beispiel: Ein mittelständischer Hersteller möchte einen Softwarepiloten besprechen. Ein mögliches Briefing umfasst den heutigen Prozess, den zuständigen Fachbereich, die Anforderungen, offene Integrationsfragen und die gewünschte Entscheidung. Dieses Beispiel beschreibt keinen tatsächlichen Kundenfall.

- Briefing vorbereiten: Geben Sie nur freigegebene Informationen ein. Trennen Sie bestätigte Kundenanforderungen von Vermutungen und bitten Sie um eine Gliederung aus Ausgangslage, Lösungsansatz, Pilotumfang und offenen Fragen.

- Vorlage und Gestaltung: Wählen Sie eine passende Vorlage und ergänzen Sie freigegebene Logos, Farben und Schriften. Kontrollieren Sie die Gestaltung im fertigen Foliensatz.

- Entwurf prüfen: Vergleichen Sie jeden Vorschlag mit dem Briefing. Korrigieren Sie unbelegte Aussagen und passen Sie Sprache, Layout und Detailgrad an die Teilnehmenden an.

- Weitergeben und nachbereiten: Prüfen Sie den exportierten Foliensatz oder die Zugriffsrechte des Online-Links. Halten Sie nach dem Gespräch Entscheidungen, offene Fragen und Verantwortliche fest.
Teil 5: Das Kundengespräch mit relevanten Folien unterstützen
Ein passendes Pitch Deck greift das konkrete Kundenproblem auf. Zeigen Sie beispielsweise die im Erstgespräch genannten Anforderungen, einen dazu passenden Lösungsansatz und die noch offenen Fragen. So bleibt das Gespräch nachvollziehbar.
Nutzen Sie die Folien als Gesprächsgrundlage. Planen Sie Zeit für Rückfragen ein und dokumentieren Sie Punkte, die Sie erst nach dem Termin verlässlich beantworten können.
Prüfen Sie vor dem Termin, ob Aufbau und Aussagen zur Kundensituation passen. Im Gespräch helfen kurze Folien dabei, Fragen aufzunehmen und auf die Prioritäten des Gegenübers einzugehen.
Ein kundenspezifischer Foliensatz sollte auch Grenzen des Vorschlags zeigen. Halten Sie beispielsweise fest, welche Integrationen noch geprüft werden müssen und welche Zusagen erst nach einer technischen Klärung möglich sind.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie passe ich die Folien an mein Corporate Design an?
Sie können Farben, Schriften und Logos für Ihre Folien anpassen. Verwenden Sie die freigegebenen Markenmaterialien und prüfen Sie, ob die Gestaltung im gesamten Foliensatz konsistent ist.
Wie reagiert Presenti auf sehr spezifische Nischenthemen im B2B-Vertrieb?
Geben Sie die Fachbegriffe und freigegebenen Informationen zu Ihrem Anwendungsfall vor. Prüfen Sie die erzeugten Texte fachlich; präzise Eingaben schließen Fehler oder unpassende Ergänzungen nicht aus.
Ist die Nutzung von KI in der Kundenakquise nicht zu unpersönlich?
Die persönliche Einordnung bleibt Aufgabe des Vertriebsteams. Verwenden Sie KI-Vorschläge nur, wenn sie zum Kundenbriefing passen, und prüfen Sie sensible oder branchenspezifische Aussagen besonders sorgfältig.
Fazit
Ein kundenspezifisches Pitch Deck verbindet freigegebene Produktinformationen mit den Anforderungen aus dem Gespräch. Ein klarer Prüfprozess hilft, diese Anpassungen nachvollziehbar zu halten.
Beginnen Sie mit einem kurzen Briefing und testen Sie den Ablauf an einem typischen Termin. Prüfen Sie den Entwurf gemeinsam im Team; ein KI-generierter Foliensatz ersetzt weder die Vorbereitung noch das Kundengespräch.